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Ratgeber

Rufnummer mitnehmen

Die Nummer gehört dir, nicht dem Anbieter. Mit den richtigen Angaben dauert der Umzug einen Tag, meistens nur ein paar Minuten ohne Netz.

Lesezeit etwa 2 Minuten

Der Wechsel zu einem günstigeren Tarif scheitert selten am Preis. Er scheitert an der Sorge um die Nummer. Dabei ist die Rufnummernmitnahme heute ein Standardvorgang, und den größten Teil davon erledigt der neue Anbieter.

So läuft die Mitnahme ab

  1. Neuen Tarif bestellen. Bei der Bestellung wählst du „Rufnummer mitnehmen“ und trägst die bisherige Nummer und den alten Anbieter ein.
  2. Angaben prüfen. Name, Anschrift und Geburtsdatum müssen genau so geschrieben sein wie beim alten Anbieter. Ein fehlender zweiter Vorname reicht für eine Ablehnung.
  3. Termin abwarten. Der neue Anbieter stimmt den Tag mit dem alten ab und schickt dir die neue SIM-Karte oder das eSIM-Profil vorab.
  4. Umschalten. Am Stichtag geht die alte Karte aus und die neue an. In der Regel dauert das ein paar Minuten bis wenige Stunden.

Fällt dein Anschluss beim Wechsel länger als einen Arbeitstag aus, steht dir eine Entschädigung zu. Das regelt das Telekommunikationsgesetz.

Zum Vertragsende oder sofort

Du hast zwei Möglichkeiten, und sie unterscheiden sich in einem Punkt.

Zum Vertragsende ist der übliche Weg. Der alte Vertrag läuft aus, und am selben Tag zieht die Nummer um.

Vorzeitig geht es auch. Die Nummer zieht dann sofort mit, der alte Vertrag läuft aber bis zu seinem Ende weiter und kostet weiter Grundgebühr. Viele alte Anbieter geben dir für diese Restzeit eine neue Nummer. Lohnen kann sich das, wenn der neue Tarif deutlich günstiger ist oder die Restlaufzeit kurz.

Was es kostet

Seit der Novelle des Telekommunikationsgesetzes im Dezember 2021 darf dir der alte Anbieter die Mitnahme nicht mehr in Rechnung stellen. Einige neue Anbieter schreiben dir für die Mitnahme sogar etwas gut. Wo das so ist, steht es im Vergleich unter „Einzelheiten“.

Wenn es hakt

Die häufigste Ursache für eine abgelehnte Portierung ist ein Tippfehler bei Name oder Geburtsdatum. Die zweithäufigste ist eine falsche Angabe zum alten Anbieter, etwa „o2“ statt einer Marke, die im o2-Netz funkt.

Frag im Zweifel beim alten Anbieter nach, unter welchem Namen dein Vertrag läuft. Die Kundenhotline oder das Kundenkonto online zeigen das in der Regel sofort.

Häufige Fragen

Muss ich meinen alten Vertrag selbst kündigen?

Bei der Mitnahme zum Vertragsende übernimmt das meist der neue Anbieter mit dem Portierungsauftrag. Lies trotzdem nach, was er zusagt, und kündige im Zweifel selbst. Bei Prepaid endet der alte Vertrag mit der Portierung.

Was passiert mit dem Restguthaben meiner Prepaid-Karte?

Das Guthaben steht dir zu. Du kannst es dir nach der Portierung vom alten Anbieter auszahlen lassen. Manche erstatten es auf Antrag, andere verrechnen es mit einer offenen Summe.

Kann ich eine Nummer vom Laufzeitvertrag zu Prepaid mitnehmen?

Ja. Die Art des Vertrags spielt keine Rolle, weder beim alten noch beim neuen Anbieter.