Ratgeber
28 Tage statt ein Monat
Ein Paket für vier Wochen sieht aus wie ein Monatspreis. Es ist aber dreizehnmal im Jahr fällig.
Vier Wochen sind 28 Tage. Ein Monat hat im Schnitt gut 30. Wer alle 28 Tage zahlt, zahlt deshalb dreizehnmal im Jahr statt zwölfmal. Der Unterschied liegt bei gut acht Prozent, und er steht in keiner Werbung.
Im aktuellen Vergleich rechnen 14 von 120 Tarifen so ab, fast alle davon Prepaid.
So rechnest du um
Die Formel ist einfach: Preis für 28 Tage mal 13, geteilt durch 12. Oder kürzer: Preis mal 1,083.
Ein Paket, das alle 28 Tage 10 Euro kostet, kommt damit auf rund 10,83 Euro im Kalendermonat. Über zwei Jahre sind das knapp 20 Euro mehr, als der Preis auf den ersten Blick verspricht.
Wie der Vergleich damit umgeht
Alle Preise in den Tarifkarten sind auf den Kalendermonat umgerechnet. Die Grundgebühr, so wie der Anbieter sie nennt, steht unter „Einzelheiten“ in der Zeile „Grundgebühr“, zusammen mit dem Hinweis „alle 28 Tage“.
So kannst du einen 28-Tage-Tarif direkt neben einen Monatsvertrag legen, ohne selbst zu rechnen.
Warum Anbieter das machen
Offiziell, weil Prepaid-Pakete keinen Kalender kennen: Das Paket läuft ab dem Tag der Buchung, und vier Wochen sind leichter zu merken als ein Monat mit wechselnder Länge. Tatsächlich bringt der 13. Zahltag den Anbietern gut acht Prozent mehr Umsatz, ohne dass der sichtbare Preis steigt.
Einige Anbieter bieten dieselben Pakete inzwischen auch mit Monatsabrechnung an. Wenn du die Wahl hast, nimm den Monat, sofern der Preis nicht entsprechend niedriger ist.